Presse

Zofinger Tagblatt (Ausgabe vom 20.06.2022)

1300 radeln an Hitze-Ironbike

Endlich wieder: Mit knapp 1300 begeisterten Teilnehmenden feiert die Volksradtour Ironbike Brittnau ein erfolgreiches Revival.

Grosser Andrang bereits am frühen Morgen

Samstag früh um 5:20 Uhr: Die Anmeldeequipe ist noch nicht vollzählig auf dem Platz, doch schon tänzeln einige passionierte Radfahrer unruhig in der Mehrzweckhalle Brittnau herum. Die Nervosität ist nicht nur der Vorfreude geschuldet. Die Wetterprognose versprechen mörderische Temperaturen zur Mittagsstunde und die Bikerunde zu 93 oder die lange Rennradrunde über 131 Kilometer sind kaum unter fünf Fahrstunden zu bewältigen. «Das kennen wir», sagt OK-Präsident Jean Meyerhans, «am Samstag kommen die Ehrgeizigen, am Sonntag eher die Gemütlichen und die Familien.»

Los geht’s, der Berg rueft

Für die hält der Ironbike auch kürzere Strecken bereit, von 42 und 65 Kilometern Mountainbike bis zu 89 Kilometern Rennrad rund um Langenthal. Für Familien ist die flachere 25-Kilometer-Route via Pfaffnau besonders geeignet.

Voller Einsatz für den Erfolg

Schweiss & Genuss sind Brüder

Jean Meyerhans möchte den Anlass nach zwei Absagen im 2020 und 2021 erstmals als Gesamtverantwortlicher erfolgreich durchführen können. Und mit ihm Dutzende Mithelfende bei Start und Ziel sowie unterwegs an den Verpflegungsposten. Alles ist bereit. Bereits um 5 Uhr erfolgen Kontrollfahrten mit dem Ziel, Schilder noch etwas optimaler zu platzieren. Schliesslich gilt als oberstes Credo: Wer für den Ironbike Brittnau Startgeld bezahlt, soll fahren und nicht suchen müssen. Bis 9 Uhr ist den Acht bei der Anmeldung und dem Duo bei der Datenübermittlung auf die Navigationsgeräte keine Verschnaufpause vergönnt. Es räblet wieder mal, wie fast zu besten Zeiten. 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bis nach 11 Uhr erfasst. Was den OK-Chef besonders freut: Es sind nicht nur zahlreiche Heimweh-Ironbiker, sondern auch rund ein Viertel Neuzugänge. Schon am Samstag zeichnet sich ab: Der Anlass wird wieder ein echter Gewinn für den organisierenden RV Brittnau. Aber gilt dies auch für die teilnehmenden Frauen, Kinder und Männer?

Radfahrer sind (meistens) Fleischfresser

Ironbike? Ironbike!

Gegen halb elf Uhr sind erste schweissnasse Feedbacks zu hören wie «toll, welche Strecken ihr da wieder ausgegraben habt», «während mehr als einer Stunde habe ich kein einziges Auto gesehen». Aber auch solche wie: «Es war wieder sehr gut ausgeschildert, bloss einmal habe ich mich verfahren, hätte mich aber wohl einfach besser achten müssen.» Oder dann auch: «Dieser Stutz nach St. Urban war zäh. Da mussten wir kurz vom Rad steigen und laufen.» Ja: Der nämliche Anstieg beim Krummen Pfaffnau gab zu reden. Doch einer meinte auch: «Der Anlass heisst ja nicht umsonst Ironbike!»

Natascha und die Chefs

Prominente Gäste und Autogrammstunde

Von vielen Abenteuern unterwegs gib es in der Festwirtschaft unter schattigen Bäumen zu berichten. Die Stimmung beim Schulhaus Brittnau ist durchs Band aufgeräumt. In Windeseile werden die durstigen Kehlen mit kühlen Getränken versorgt und die Energiespeicher mit den im Startpreis inbegriffenen Pastatellern gefüllt. Zahlreiche Veloclubs aus der Umgebung erweisen dem RV Brittnau die Ehre, so der VC Dagmersellen, der VC Boningen, der RMV Reiden, der VC Schötz, VC Pfaffnau oder der RMV Hochdorf und andere mehr, bis hinauf nach Basel. Prominenz gibt es auch: Christiane Guyer, Frau Stadtammann von Zofingen absolviert mit Ehemann und zwei ihrer Töchter die kurze Bikestrecke. Ein fröhliches Stelldichein bietet die Autogrammstunde mit der sechsfachen Ironman-Hawaii-Siegerin Natascha Badmann. Der Nervosität des OK’s zum Trotz: Die zwei Jahre Pause hat viele passionierte Bikerinnen und Rennradfahrer wieder «giggerig» werden lassen auf die stets sorgfältige, immer wieder neue und originelle Streckenauswahl des Ironbike. Schlecht hat die Pause der Organisation nicht getan. Die fast 1300 Teilnehmenden mitsamt Sonntag freuen Jean Meyerhans: «Auch wenn wir keinen neuen Rekord erreichen, sind wir hochzufrieden. Und er fügt an: «Für noch mehr Teilnehmende war es schlicht zu heiss.» Zum Temperaturregler hatte dieses Wochenende selbst der findige RV Brittnau keinen Zugang. (Michael Flückiger)


Zofinger Tagblatt (Ausgabe vom 01.06.2022)

Ironbike Brittnau: 25 Jahre zum Dritten
Der beliebte Breitensportanlass mit bis zu 1500 Teilnehmenden lädt am 18./19. Juni zu sechs Touren von 25km Mountainbike bis 131km Rennvelo Richtung Langenthal.

#Outdoorsport, #Ironbike, #Brittnau, #Motiviation&Lebensfreude

Aller guten Dinge sind drei. Nach zwei coronabedingten Absagen darf der Ironbike Brittnau dieses Jahr am Wochenende vom 18. Und 19. Juni doch noch sein 25-Jahre-Jubiläum feiern. Ok-Präsident Rolf «Jean» Meyerhans freut sich, nicht mehr absagen zu müssen. «Unser Anlass ist überhaupt nur möglich, weil uns unsere langjährigen Sponsoren weiterhin die Treue halten», betont er. Am bewährten Konzept hält er fest: «Mitmachen ist alles. Zeitmessung gibt es keine. Das Erlebnis zählt. Startzeit? Geschwindigkeit? Das bestimmt eine jede und ein jeder selbst.» Das Startzeitfenster für die meisten Touren liegt zwischen 6 und 11 Uhr. Einzig wer die längsten Routen angehen will, muss sich spätesten um 9 Uhr auf den Weg begeben. Auch das Jahr 2022 bietet neue ausgesuchte Strecken mit Start und Ziel Schulhaus Brittnau. Auf den gut ausgeschilderten, verkehrsarmen Strassen und reizvoll in die Landschaft eingebetteten Wegen Richtung Langenthal ist das Radfahren ein unbeschwerter Genuss.

Offen für alle – auch für E-Bikerinnen und -Biker

«Unser Anlass ist für alle offen. Wir haben den sportlichen Mountainbike- und Rennrad-Fahrerinnen und -Fahrern echte Herausforderungen zu bieten. Doch freuen wir uns auch besonders auf Familien und E-Bikerinnen und E-Biker.»[MF1]  Weil kein Zeitdruck herrscht, ist auch gemütlicheres Fahren mit Pausen möglich. Dank Verpflegungsposten unterwegs mangelt es weder an Getränken noch an erfrischenden Snacks. Zurück auf dem Schulhausplatz wartet ein im Startgeld inbegriffener Teller Pasta. Der Schulhausplatz Brittnau ist an diesem Wohenende ein Festplatz fürs gemütliche Zusammensein. Das ist Rolf «Jean» Meyerhans besonders wichtig: «Radfahren macht Spass. Daher ist das Gesellige, der rege Austausch mit anderen Teilnehmenden über das Erlebte, untrennbar mit der Identität des Ironbike verknüpft.

Starkes Start-Package für alle Teilnehmende
Wer sich gegen eine Startgebühr am Ironbike einschreibt, erhält einiges geboten: Bidon mit Getränk, ein Riegel für unterwegs, Gratisverpflegung unterwegs, ein teller pasta zum Abschluss und gegen eine kleine Zusatzgebühr gibt es auch ein Finisher-T-Shirt. Unter 12-Jährige fahren gratis, unter 16-Jährige reduziert. Die Biketouren bieten nicht weniger als vier Strecken durch Felder, Wälder und Wiesen. Die 25-Kilometer-Familientour führt via Dörfli Strengelbach auf einer Schlaufe zur Brittnauer Fröschengülle weiter via Mehlsecken bei Reiden rund um Langnau bei Reiden zurück nach Brittnau. Die 330 Höhenmeter sind auch für für Kids gut machbar. Ambitionierter ist die 42-Kilometer-MTB-Tour mit 850 Höhenmetern Sie führt durch Waldwege nach Roggwil und nach Wendepunkt und Verpflegung Badgut bei Langnau zurück nach Pfaffnau. Von Richenthal aus führt eine rauschende Abfahrt hinunter nach Langnau bei Reiden. Der Wigger entlang geht es flach zurück nach Brittnau. Noch sportlicher geht es zu auf der 65-Kilometer-Mountainbike-Strecke mit zusätzlicher Runde rund um Langenthal und nicht weniger als 1300 Höhenmetern. Wer die besondere Herausforderung sucht, ist mit der 92-Kilometer-Mountainbike-Strecke mit 1800 Höhenmetern am besten bedient. Sie beinhaltet eine noch einmal ausgeweitete Rundtour durch die Langenthaler Wälder. Für alle diese Strecken sind auch E-Mountainbike-Fahrerinnen und-Fahrer willkommen. Für das Touren-E-Bike sind die Rennradstrecken besser geeignet. Die mit 85 Kilometern kürzere Rennradstrecke führt über Murgenthal nach Bützberg un d via Auswil wieder zurück nach Brittnau. Die längere über 131 Kilometer und 2400 Höhenmeter beinhaltet noch eine hügelige Zusatzschlaufe rund um Niederbipp herum. Darauf gönnen sich auch die Sportlichsten einen Pastateller zum Bier. (Michael Flückiger)


X
Kontakt
close slider